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Posing für Anfängerinnen: 10 einfache Tipps, mit denen du vor der Kamera entspannst

„Ich weiß gar nicht, wie man posiert.“ Diesen Satz höre ich in fast jedem Vorgespräch. Die gute Nachricht vorweg: Das musst du auch nicht. Beim Shooting zeige ich dir jede Pose, mache …

Leif Sundelius · 4 Min. Lesezeit

„Ich weiß gar nicht, wie man posiert.“ Diesen Satz höre ich in fast jedem Vorgespräch.

Die gute Nachricht vorweg: Das musst du auch nicht. Beim Shooting zeige ich dir jede Pose, mache sie vor und sage dir genau, was du tun kannst. Du musst nichts auswendig lernen.

Trotzdem hilft es vielen Frauen, vorher ein paar Grundideen zu kennen. Nicht, um perfekt zu sein, sondern um zu wissen: Ah, so funktioniert das. Hier sind meine zehn liebsten Tipps.

1. Atme aus, bevor das Bild entsteht

Vor der Kamera halten fast alle unbewusst die Luft an. Das macht Schultern hoch und Gesichter angespannt. Atme ruhig ein und lass die Luft langsam durch leicht geöffnete Lippen wieder ausströmen. Genau in diesem Moment wirken Gesicht und Körper weich und entspannt.

2. Schultern runter, Hals lang

Stell dir vor, jemand zieht dich an einem Faden am Hinterkopf sanft nach oben, während deine Schultern Richtung Boden sinken. Dein Hals wird länger, deine Haltung aufrechter, und du wirkst sofort selbstbewusster – ohne steif zu sein.

3. Nie ganz frontal

Wenn du dich ein kleines Stück zur Seite drehst, statt der Kamera die volle Breite zuzuwenden, entstehen Linien und Tiefe. Eine leichte Drehung der Hüfte, die Schulter eine Spur nach vorn – und schon wirkt der Körper lebendig statt flach.

4. Hände: leicht und beschäftigt

„Wohin mit meinen Händen?“ ist die häufigste Frage überhaupt. Die einfache Antwort: Gib ihnen etwas zu tun, aber berühre nur ganz leicht.

  • eine Hand im Haar, als würdest du es gerade zurückstreichen
  • die Fingerspitzen am Schlüsselbein oder an der Schulter
  • ein Stück Stoff, ein Laken oder der Saum eines Hemdes zwischen den Fingern
  • eine Hand locker auf dem Oberschenkel

Wichtig: Nicht greifen oder drücken, sondern nur berühren. Lockere Hände wirken elegant, gedrückte Hände angespannt.

5. Abstand zwischen Arm und Körper

Liegt der Arm fest am Körper an, wirkt er breiter, als er ist. Ein kleiner Spalt zwischen Ellenbogen und Taille – manchmal nur ein, zwei Zentimeter – macht die Silhouette sofort klarer.

6. Gewicht auf ein Bein

Im Stehen verlagerst du dein Gewicht auf das hintere Bein und lässt das vordere Knie leicht einknicken. Das bringt eine natürliche Kurve in die Hüfte und wirkt entspannt, so als würdest du lässig irgendwo lehnen.

7. Spitze Winkel statt gerader Linien

Ein leicht angewinkeltes Knie, ein gebeugter Ellbogen, der Fuß auf die Zehenspitzen gestellt: Alles, was ein bisschen Winkel ins Bild bringt, wirkt dynamischer als gerade, steife Gliedmaßen. Gerade im Liegen oder Sitzen macht das einen großen Unterschied.

8. Der Blick: weg und wieder zurück

Ein Blick direkt in die Kamera wirkt stark und selbstbewusst. Ein Blick zur Seite oder nach unten wirkt verträumt und intim. Beides ist schön. Ein kleiner Trick: Schau weg, und wenn ich es sage, wandert dein Blick langsam zurück in die Kamera. So entsteht ein natürlicher, lebendiger Ausdruck.

9. Bewegung statt Stillstand

Die schönsten Bilder entstehen oft zwischen zwei Posen. Streich langsam durch dein Haar, dreh dich auf dem Bett von einer Seite zur anderen, zieh ein Laken ein Stück höher. Ich fotografiere die Bewegung – und du musst nicht krampfhaft eine Haltung halten.

10. Denk an etwas Schönes

Klingt einfach, wirkt aber erstaunlich gut. Ein Gedanke an einen Menschen, einen Ort oder einen Moment, der dich glücklich macht, verändert deinen Gesichtsausdruck mehr als jede Anweisung. Die Kamera sieht, was du fühlst.

Und wenn es sich trotzdem komisch anfühlt?

Dann ist das völlig normal. Viele Posen fühlen sich ungewohnt an und sehen auf dem Bild trotzdem wunderschön aus. Deshalb zeige ich dir zwischendurch immer wieder die Bilder auf dem Display. Spätestens dann wirst du merken, warum sich der eine Zentimeter Drehung lohnt.

Und wenn eine Pose für dich nicht passt, lassen wir sie einfach weg. Es gibt genug andere.

Das Wichtigste zum Schluss

Du musst nicht posieren können. Das ist meine Aufgabe. Deine Aufgabe ist nur, da zu sein, dich wohlzufühlen und mir zu sagen, wenn etwas nicht passt. Alles andere machen wir gemeinsam – Schritt für Schritt, in deinem Tempo.

Wenn du noch mehr darüber wissen möchtest, wie ein Shooting bei mir abläuft, schau dir die 20 häufigsten Fragen an oder lies, wie ich mit Licht arbeite.

Leif Sundelius

Boudoir-Fotograf aus Laberweinting in Niederbayern. Ich fotografiere Frauen mit Ruhe, Respekt und viel Zeit – so, dass du dich auf deinen Bildern wiedererkennst.

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