„Was soll ich bloß anziehen?“ Das ist die Frage, die ich vor einem Boudoir-Shooting am häufigsten höre. Direkt gefolgt von: „Und was, wenn ich total nervös bin?“
Beides ist völlig normal. Deshalb bekommt jede Kundin nach der Buchung von mir einen ausführlichen Leitfaden zu Outfits, Styling und Ablauf. Die wichtigsten Punkte daraus teile ich hier mit dir – damit du schon vorher weißt, worauf du dich einlässt. Spoiler: auf nichts, was du nicht selbst bestimmst.
Das Wichtigste zuerst: Es gibt kein Richtig oder Falsch
Du musst für ein Boudoir-Shooting nichts können, nichts leisten und dich für nichts verbiegen. Du musst weder Modelerfahrung noch einen bestimmten Körper mitbringen. Um Licht, Winkel und Posen kümmere ich mich – du darfst einfach da sein.
Und: Du bestimmst das Tempo und jede Grenze. Immer.
Outfits: Worin fühlst du dich wie du selbst?
Die schönsten Bilder entstehen in Kleidung, in der du dich wie du selbst fühlst – nur ein bisschen mutiger. Das kann klassische Wäsche sein, muss es aber nicht.
Klassisch und sinnlich:
- ein Dessous-Set oder ein Body
- Spitze, Seide oder Satin
- halterlose Strümpfe
- ein Seidenkimono oder Morgenmantel
Lässig und persönlich:
- ein übergroßes weißes Hemd – gern von deinem Partner oder deiner Partnerin
- ein kuscheliger Strickpullover
- Jeans oder ein Jeanshemd
- etwas mit Geschichte: ein Trikot, eine Lederjacke, ein Erbstück
Ein „Outfit“ kann übrigens auch nur ein Laken oder ein Schmuckstück sein. Bring lieber ein Teil mehr mit als eines zu wenig – wir entscheiden gemeinsam, was wir fotografieren. Und falls dir am Tag selbst doch etwas fehlt: Im Studio gibt es eine kleine Garderobe mit Bodys, Hemden und Stoffen.
Welche Farben passen?
Mein Bildstil ist warm, weich und matt. Dazu passen ruhige, satte Töne besonders gut: Schwarz, Creme und Champagner, Nude in deinem Hautton, Bordeaux, Rost, Karamell oder Olive.
Lieber weglassen solltest du Neonfarben und grelle Muster, große Logos und – ganz wichtig – neue Wäsche, die du noch nie anprobiert hast. Was zwickt, sieht man auf den Bildern.
Der wichtigste Styling-Tipp: keine Abdrücke
Wenn du dir nur eine Sache aus diesem Artikel merkst, dann diese: Enge BHs, Socken, Jeans und Haargummis ums Handgelenk hinterlassen Streifen auf der Haut, die man noch Stunden später sieht.
Komm deshalb in weiter, bequemer Kleidung – am besten ohne BH und mit lockeren Socken – und zieh deine Outfits erst im Studio an.
Ein paar weitere Kleinigkeiten helfen:
- Keine neuen Behandlungen in den ein bis zwei Wochen davor – kein neues Peeling, kein erstes Waxing. Deine Haut soll sich beruhigen können.
- Friseur ein bis zwei Wochen vorher, nicht erst am Vortag.
- Haarentfernung so, wie du es sonst auch machst – Waxing zwei, drei Tage vorher, Rasur am Vorabend.
- Keine glänzenden Öle am Shooting-Tag. Sie spiegeln im Licht.
- Am Vortag viel Wasser, wenig Salz und Alkohol, früh ins Bett. Und am Morgen etwas Leichtes frühstücken – mit leerem Magen ist man nervöser.
Und falls du einen Pickel oder einen blauen Fleck entdeckst: kein Grund zur Sorge. Vorübergehendes retuschiere ich dezent. Du bleibst du.
Make-up und Haar: selbst oder mit Profi?
In meinen Paketen Signature und Luxe ist professionelles Make-up und Haarstyling enthalten, beim Paket Essenz kannst du es dazubuchen. Das ist nicht nur schön – es ist auch ein wunderbarer Moment, um anzukommen und ruhig zu werden.
Mit Make-up-Artist: Komm ungeschminkt, mit eingecremter Haut und frisch gewaschenen, trockenen, ungestylten Haaren. Plane dafür etwa 60 bis 90 Minuten vor dem Shooting ein.
Wenn du dich selbst schminkst: Etwas stärker als im Alltag, denn vor der Kamera wirkt Make-up zurückhaltender. Am besten matt oder seidenmatt, ohne hohen Lichtschutzfaktor und ohne Glitzer. Und eine Lippenfarbe, die du liebst – zum Nachlegen mitbringen.
Beim Haar funktionieren weiche Wellen oder offenes, natürliches Haar fast immer. Ein zweiter Look ist oft ganz einfach: erst offen, später ein lockerer Dutt.
So läuft dein Shooting-Tag ab
Viele stellen sich ein Boudoir-Shooting aufregender vor, als es ist. Tatsächlich ist es vor allem eines: entspannt.
- Ankommen. Bei Tee, Kaffee oder Wasser zeige ich dir das Studio und die Umkleide. Wir gehen deine Outfits durch und sprechen noch einmal über deine Wünsche – und über deine Grenzen.
- Make-up und Haar, wenn du es gebucht hast. Musik läuft, du darfst einfach genießen.
- Warm werden. Wir starten mit dem bequemsten Outfit und ganz einfachen Posen. Nach ein paar Minuten zeige ich dir die ersten Bilder auf dem Display – meistens ist die Aufregung dann schon verflogen.
- Dein Shooting. Outfitwechsel in Ruhe, Pausen, wann immer du möchtest. Ich zeige und erkläre dir jede Pose. Wir steigern uns vom Vertrauten zum Mutigen – so weit, wie du möchtest.
- Ausklingen mit einem Glas Sekt oder Tee und einem ersten Blick auf ein paar Lieblingsbilder.
Dabei gilt: Ich berühre dich nie, ohne zu fragen. Ein Nein ist immer ein Nein. Und eine Begleitperson, die dir Sicherheit gibt, ist jederzeit willkommen.
Und danach?
Etwa zwei Wochen nach dem Shooting bekommst du den Link zu deiner privaten, passwortgeschützten Online-Galerie. Dort markierst du deine Favoriten ganz einfach mit einem Herz und schickst mir deine Auswahl mit einem Klick. Rund drei Wochen später liegen deine fertig bearbeiteten Bilder in voller Auflösung zum Download bereit – ein ganzes Jahr lang.
Ohne deine ausdrückliche, schriftliche Zustimmung veröffentliche ich kein einziges Bild. Deine Bilder gehören dir.
Deine Frage war nicht dabei?
Dann schreib mir einfach – es gibt keine falschen Fragen. Und wenn du dich jetzt schon ein kleines bisschen auf deinen Tag freust, dann ist dieser Artikel genau richtig angekommen.
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