Vertrauen & Ablauf

Und wenn es nicht passt? Absagen, Abbrechen, Meinung ändern – was dann passiert

Es gibt Fragen, die im Vorgespräch kaum jemand laut stellt. Weil sie sich anfühlen, als würde man schon vorher mit dem Scheitern rechnen. Aber ich weiß, dass viele Frauen sie …

Leif Sundelius · 6 Min. Lesezeit

Es gibt Fragen, die im Vorgespräch kaum jemand laut stellt. Weil sie sich anfühlen, als würde man schon vorher mit dem Scheitern rechnen. Aber ich weiß, dass viele Frauen sie im Kopf haben:

Was, wenn ich krank werde? Was, wenn ich mich mittendrin nicht mehr wohlfühle? Was, wenn mir die Bilder nicht gefallen? Und was, wenn ich in ein paar Jahren anders darüber denke?

Ich finde, auf diese Fragen hast du eine ehrliche Antwort verdient – bevor du dich entscheidest. Denn sich auf ein Boudoir-Shooting einzulassen, fällt viel leichter, wenn man weiß: Es gibt immer einen Ausweg, und keiner davon ist peinlich.

Bevor es losgeht: kalte Füße sind erlaubt

Eine Terminreservierung über meinen Kalender ist kostenlos und unverbindlich. Verbindlich wird dein Termin erst nach unserem Vorgespräch, wenn du meine schriftliche Bestätigung und die Anzahlungsrechnung bekommen hast.

Das heißt: Bis dahin kannst du jederzeit sagen „Ich bin noch nicht so weit“ – ohne Kosten und ohne dass du mir etwas erklären musst. Und wenn du nach dem Vorgespräch merkst, dass es sich nicht richtig anfühlt, ist das auch eine gute Entscheidung. Ein Shooting, zu dem du dich überreden musst, wäre für uns beide kein gutes Shooting.

Wenn du krank wirst oder etwas dazwischenkommt

Das Leben hält sich nicht an Termine. Fieber, ein krankes Kind, ein Notfall in der Familie oder einfach eine Woche, in der alles zu viel ist – das kommt vor, und dafür musst du dich nicht entschuldigen.

Gib mir so früh wie möglich Bescheid, dann suchen wir gemeinsam einen neuen Termin. Verschieben ist bis 72 Stunden vor dem Termin kostenlos, deine Anzahlung wird einfach auf den neuen Termin angerechnet. Wirst du krank oder kommt ein Notfall dazwischen, gilt das auch ganz kurzfristig – ohne Attest und ohne Diskussion. Wichtig ist mir nur, dass wir den neuen Termin innerhalb von sechs Monaten finden. Sagst du das Shooting ganz ab, behalte ich die Anzahlung ein, weil ich den Termin für dich freigehalten habe.

Auch wenn du dich an dem Tag einfach nicht wohl in deiner Haut fühlst – wegen deiner Periode, einer schlechten Nacht oder weil die Haut gerade macht, was sie will: Sprich mich an. Oft lässt sich mit dem richtigen Outfit und Licht mehr ausgleichen, als du denkst. Und wenn du lieber verschieben möchtest, finden wir eine Lösung.

Genauso gilt das übrigens umgekehrt: Sollte ich selbst krank werden, sage ich dir rechtzeitig ab, und wir holen den Termin nach. Dir entstehen dadurch keine Kosten.

Wenn du dich mittendrin unwohl fühlst

Das ist vielleicht die größte Sorge: Was, wenn ich im Studio stehe und merke, es geht nicht?

Dann sagst du es. Ein Wort genügt. Wir machen eine Pause, du ziehst den Morgenmantel über, trinkst etwas, und wir reden. Manchmal reicht das schon – ein paar Minuten durchatmen, ein anderes Outfit, eine andere Pose, und der Knoten löst sich.

Und manchmal eben nicht. Dann hören wir auf. Ohne Diskussion, ohne „Komm, nur noch ein paar Bilder“ und ohne dass ich dich das spüren lasse. Das steht so auch in meinem Kodex: Ein Nein braucht keine Begründung und hat keine Nachteile für dich.

Wenn wir abbrechen, entscheidest du in Ruhe, wie es weitergeht: Entweder wir vereinbaren innerhalb von drei Monaten einen zweiten Termin und setzen das Shooting fort – der kostet dich nichts extra. Oder du bekommst die Bilder, die bis dahin entstanden sind, wählst wie gewohnt in deiner Galerie aus und zahlst nur die Anzahlung. Der Restbetrag entfällt.

Ganz ehrlich: Es passiert sehr selten, dass ein Shooting abgebrochen wird. Aber gerade weil du weißt, dass du jederzeit aufhören darfst, fällt es den meisten Frauen viel leichter, weiterzumachen.

Wenn dir ein Bild nicht gefällt

Schon während des Shootings zeige ich dir zwischendurch Bilder auf dem Display. Wenn dir eine Pose oder ein Winkel nicht gefällt, sagst du es, und wir lassen ihn weg. So gibt es am Ende keine bösen Überraschungen.

Etwa zwei Wochen nach dem Shooting bekommst du deine private, passwortgeschützte Galerie und wählst in Ruhe aus. Was dir nicht gefällt, wählst du einfach nicht aus. Niemand außer dir und mir sieht diese Bilder. Deine Galerie bleibt ein Jahr lang online – lade deine Bilder in dieser Zeit herunter, danach wird sie gelöscht.

Bearbeitet werden deine Bilder in meinem eigenen Stil – mit der Farbstimmung, dem Licht und dem Look, den du aus meinem Portfolio kennst. Genau dafür buchst du mich ja. Schau dir deshalb vorher in Ruhe meine Bilder an: Wenn dir dieser Stil gefällt, wirst du auch deine eigenen Bilder lieben.

Bei der Retusche bin ich ehrlich: Was vorübergehend ist – ein Pickel, ein Abdruck vom BH-Träger, ein blauer Fleck – entferne ich. Deine Körperform verändere ich nicht. Du sollst dich auf deinen Bildern wiedererkennen. Und wenn dir an einem fertigen Bild noch ein solches Detail auffällt, sprich mich an. Mir ist wichtig, dass du deine Bilder gern anschaust – nicht, dass du sie „irgendwie akzeptierst“.

Wenn du später anders darüber denkst

Lebensumstände ändern sich. Eine neue Beziehung, ein neuer Job, ein anderer Blick auf sich selbst – das ist völlig in Ordnung.

Deine privaten Bilder gehören dir. Was du damit machst, entscheidest allein du.

Bilder, die du mir zur Veröffentlichung freigegeben hast, zum Beispiel für mein Portfolio oder Instagram, kannst du für die Zukunft zurückziehen. Unter welchen Voraussetzungen das geht, steht transparent in deinem Model Release. Schreib mir einfach eine kurze Nachricht, dann nehme ich die Bilder von meinen Kanälen und gebe sie nicht weiter.

Und wenn du möchtest, dass ich gar nichts mehr von dir habe, lösche ich deine Bilder und Daten, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Eine kurze Nachricht genügt – auch an meine Frau Andrea, wenn dir das lieber ist.

Und wenn das Shooting ein Geschenk war?

Dann gilt alles oben genauso – und noch etwas mehr. Ein Gutschein ist bei mir eine Einladung, kein Auftrag. Wer ein Shooting geschenkt bekommt, entscheidet selbst, ob, wann und wie es stattfindet. Und die Bilder gehören ihr, nicht der Person, die den Gutschein gekauft hat.

Warum ich das so offen schreibe

Weil Vertrauen nicht dadurch entsteht, dass alles perfekt läuft. Sondern dadurch, dass man weiß, was passiert, wenn es einmal nicht so läuft.

Ich möchte, dass du mit dem Gefühl zu mir kommst: Ich kann jederzeit aussteigen. Paradoxerweise ist genau das der Grund, warum fast niemand aussteigt. Wer sich sicher fühlt, lässt los – und genau dann entstehen die Bilder, auf die du stolz bist.

Wenn du noch eine Frage hast, die hier nicht beantwortet ist: Stell sie mir im Vorgespräch. Es gibt keine Frage, die zu klein, zu peinlich oder zu „negativ“ ist.

Ich freue mich auf dich.

Leif Sundelius

Leif Sundelius

Boudoir-Fotograf aus Laberweinting in Niederbayern. Ich fotografiere Frauen mit Ruhe, Respekt und viel Zeit – so, dass du dich auf deinen Bildern wiedererkennst.

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