Vertrauen & Ablauf

Wie weit du gehst, bestimmst allein du

Eine Frage beschäftigt fast jede Frau vor ihrem ersten Boudoir-Shooting: „Und wenn ich mich dann doch nicht traue?“ Oder umgekehrt: „Und wenn ich mich plötzlich mehr traue, als ich dachte?“ …

Leif Sundelius · 4 Min. Lesezeit

Eine Frage beschäftigt fast jede Frau vor ihrem ersten Boudoir-Shooting: „Und wenn ich mich dann doch nicht traue?“ Oder umgekehrt: „Und wenn ich mich plötzlich mehr traue, als ich dachte?“

Meine Antwort ist immer dieselbe: Beides ist völlig in Ordnung. Denn wie weit du gehst, bestimmst allein du. Nicht ich, nicht ein Paket, nicht ein Plan, den wir irgendwann gemacht haben. Du. Und zwar an jedem einzelnen Punkt – vorher, währenddessen und danach.

Vorher: Wir sprechen über deine Grenzen, bevor es ernst wird

Jedes Shooting beginnt bei mir mit einem ausführlichen Vorgespräch. Dort reden wir nicht nur über Outfits und Termine, sondern auch über das, was dir wichtig ist:

  • Was möchtest du gern zeigen, was auf keinen Fall?
  • Gibt es Körperstellen, die du lieber nicht im Bild haben möchtest?
  • Wie fühlst du dich mit Dessous, mit einem großen Hemd, mit einem Laken?
  • Möchtest du jemanden dabeihaben?

Du musst dich dabei auf nichts festlegen. „Weiß ich noch nicht“ ist eine völlig gute Antwort. Wichtig ist nur, dass ich weiß, wo deine Grenzen gerade liegen, damit ich sie von Anfang an respektieren kann.

Die Stufen – und warum sie nur Orientierung sind

Damit wir eine gemeinsame Sprache haben, unterscheide ich grob vier Stufen: bekleidet mit Dessous oder Hemd, verdeckter Akt, Teilakt und Akt. Ausführlich erkläre ich sie im Artikel „Akt oder nicht Akt?“.

Diese Stufen sind aber keine Treppe, die man hinaufsteigen muss. Viele meiner Kundinnen bleiben bei Dessous und lieben ihre Bilder. Andere entdecken während des Shootings, dass sie sich mehr zutrauen. Keine Stufe ist „besser“ als die andere. Die schönsten Bilder entstehen dort, wo du dich wohlfühlst.

Während des Shootings: Du kannst jederzeit umentscheiden

Was wir im Vorgespräch besprochen haben, ist ein Rahmen, kein Vertrag. Während des Shootings gilt:

  • Du kannst jederzeit weniger zeigen. Ein Wort genügt, und wir bleiben bei dem, was sich gut anfühlt – ohne Diskussion und ohne Enttäuschung.
  • Du kannst mehr zeigen, wenn du möchtest. Aber das kommt immer von dir. Ich schlage nie vor, „doch noch ein bisschen mehr“ zu zeigen.
  • Jede Pose kündige ich vorher an. Du weißt immer, was als Nächstes kommt, und kannst Nein sagen.
  • Du kannst jederzeit eine Pause machen oder aufhören. Auch das ist in Ordnung und hat keine Folgen für dich.
  • Ich fasse dich nicht an. Posen zeige ich vor oder beschreibe sie. Nur wenn du es ausdrücklich möchtest, helfe ich bei einer Haarsträhne oder einem Träger – und frage jedes Mal vorher.

Ein Nein ist bei mir immer ein Nein. Es braucht keine Begründung.

Danach: Du entscheidest, welche Bilder bleiben

Auch nach dem Shooting hast du das letzte Wort:

  • Du wählst aus. In deiner privaten Online-Galerie markierst du die Bilder, die du möchtest. Was dir nicht gefällt, wählst du einfach nicht aus.
  • Du bestimmst, wer sie sieht. Deine Bilder gehören dir. Sie liegen passwortgeschützt, und ich gebe sie an niemanden weiter.
  • Veröffentlicht wird nichts ohne dein Ja. Kein einziges Bild erscheint auf meiner Website, auf Social Media oder irgendwo sonst ohne deine ausdrückliche, schriftliche Zustimmung. Und wenn du zustimmst, dann Bild für Bild – mit oder ohne Gesicht, so wie du es möchtest.
  • Du kannst deine Meinung ändern. Eine erteilte Freigabe kannst du jederzeit für die Zukunft widerrufen.

Warum mir das so wichtig ist

Boudoir lebt von Vertrauen. Du kannst dich vor der Kamera nur fallen lassen, wenn du weißt, dass du sicher bist – und dass nichts passiert, was du nicht willst.

Ich habe es oft erlebt: Sobald eine Frau spürt, dass sie wirklich die Kontrolle hat, verändert sich etwas. Die Schultern sinken, das Lachen wird echt, der Blick wird ruhiger. Genau aus diesem Gefühl entstehen die Bilder, in denen sie sich später wiedererkennt.

Für mich ist es kein Erfolg, wenn eine Kundin „möglichst viel“ zeigt. Für mich ist es ein Erfolg, wenn sie nach Hause geht und sagt: „Das war genau richtig für mich.“

Lass uns über deine Wünsche sprechen

Du weißt noch nicht, wie weit du gehen möchtest? Perfekt – genau dafür ist das Vorgespräch da. Wir reden in Ruhe über alles, was dich beschäftigt, und du entscheidest danach, ganz ohne Druck.

Wir haben alle Möglichkeiten:

Leif Sundelius

Boudoir-Fotograf aus Laberweinting in Niederbayern. Ich fotografiere Frauen mit Ruhe, Respekt und viel Zeit – so, dass du dich auf deinen Bildern wiedererkennst.

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